Akuter Trauerfall

Zeitleiste im Todesfall

Zeitleiste im Todesfall

Stirbt ein Angehöriger, lässt die gesetzliche Regelung in Deutschland der hinterbliebenen Familie wenig Zeit: Die Beisetzung muss in der Regel innerhalb von 96 Stunden stattfinden, die bestattungsfreien Tage nicht mitgerechnet. In diesen wenigen Tagen müssen Sie viele Entscheidungen individuell treffen und vieles organisieren: Freunde und Verwandte müssen informiert, die gesamten Einzelheiten der Beisetzung besprochen und abgewickelt werden. Hinzu kommen noch Behördengänge und notwendige Formalitäten hinsichtlich Versicherungen und Verträgen der verstorbenen Person, die oft innerhalb einer bestimmten Frist erledigt werden müssen.

In der Grafik finden Sie eine Übersicht über alle wichtigen Schritte.

 

Bestatter

Ein Bestattungsunternehmen ist in der Regel die erste Anlaufstelle, wenn ein Familienmitglied oder enger Freund gestorben ist. Soweit möglich empfiehlt es sich bereits vor dem Tod mit dem Bestattungsunternehmen in Kontakt zu treten und erste Gespräche zu führen. Der Bestatter berät Sie bei der Ausrichtung der Trauerfeierlichkeiten, unterstützt bei den anstehenden Behördengängen und bietet häufig noch weitere Leistungen an, die über die eigentliche Beisetzung hinausgehen.

Preisvergleiche sind auch im Todesfall weder pietätlos noch peinlich: Kosten und Leistungen variieren erheblich,  deshalb scheuen Sie sich nicht,  bei verschiedenen Bestattern anzufragen und die Angebote gründlich zu vergleichen. Seriöse Unternehmen erstellen Ihnen ein individuelles Angebot und zeichnen sich durch eine transparente Preispolitik aus. Fast immer lohnt es sich für Sie,  bestimmte Leistungen wie Trauerkarten,  , Blumenschmuck,  Trauerredner und Steinmetzarbeiten selbst in Auftrag zu geben.

 

Bestattungsarten

Erdbestattung

Die Erdbestattung ist die älteste bekannte Bestattungsart. Der Verstrobene wird in einem Sarg in, Verbindung mit einer Trauerfeier auf einem Friedhof beigesetzt. Zu beachten sind die Bestattungsfristen die von den Bundesländern teils sehr unterschiedlich geregelt werden. Beispielsweise in Bayern muss der Verstorbene spätestens 96 Stunden nach Eintritt des Todes bestattet sein während bei anderen Bundesländern meist längere Fristen gelten. Die Erdbestattung ist in ganz Deutschland verbreitet, wobei der Anteil der Erdbestattungen in katholisch geprägten Teilen von Deutschland höher ist.

 

Feuerbestattung

Bei der immer beliebter werdenden Feuerbestattung wird der Verstorbene eingeäschert. In deutschen Großstädten sind heute mehr als die Hälfte aller Beisetzungen Feuerbestattungen, die Feuerbestattung ist im Norddeutschen Raum weiter verbreitet wie im Süddeutschen Raum, wobei auch hier zunehmend Feuerbestattungen durchgeführt werden. Es muss von den Angehörigen bestätigt werden, dass die Verbrennung der ausdrückliche Wille des Verstorbenen war. Besser ist eine schriftliche Verfügung vor dem Tod anzufertigen. Die Trauerfeier kann vor der Einäscherung am Sarg oder nach der Einäscherung an der Urne zelebriert werden. Im Gegensatz zum Ausland existiert auch für diese Bestattungsform in Deutschland immer noch der Friedhofszwang. Das bedeutet die Urne muss auf dem Friedhof in einem Grab oder in einer Urnenwand eingestellt werden. Ausgenommen von dieser Regelung ist die Beisetzung in einem dafür ausgewiesenen Wald (Waldbestattung) oder auf dem Meer in speziell dafür freigegebenen Gebieten (Seebestattung). Nicht in allen Bundesländern möglich ist die Versteuung der Asche auf dem Friedhof. Durch die Gesetzliche Regelung ist allerdings eine Verstreuung der Asche in der Natur oder die Aufbewahrung der Urne zuhause deutschlandweit nicht möglich. Daher werden auch zunehmend Einäscherungen in den Nachbarländern genutzt, dadurch sind dann Bestattungsarten möglich, die in Deutschland untersagt werden.

 

Seebestattung

Vorhergehend ist die Einäscherung des Verstorbenen. Vom Schiff aus wird die Urne verbunden mit einer Trauerfeier dem Meer übergeben. In einigen Bundesländern muss diese Bestattungsart vorab behördlich genehmigt werden, so muss z.B. in Bayern ein Antrag auf Entbindung des Friedhofszwangs gestellt werden. Um den Wunsch des Verstorbenen belegen zu können, empfiehlt es sich auch hier wie bei der Feuerbestattung eine Bestattungsverfügung vor dem Tod anzufertigen.

 

Waldbestattung

Die Waldbestattung ist eine relativ neue Bestattungsform und wird vor allem von Menschen mit Bezug zur Natur gewählt. Auch hier geht eine Einäscherung voraus für die es sich empfiehlt, sofern möglihc, eine Bestattungsverfügung vor dem Tod anzufertigen. Die Asche des Verstorbenen wird in einer Urne im Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt. Hierfür gibt es spezielle Trauerwälder wo meist auch schon zu Lebzeiten ein Baum für die Beisetzung ausgesucht werden kann.